Ölpressen in der Übersicht – Pflanzenöl in Eigenproduktion

Ölpressen dienen dem Auspressen von Öl aus verschiedenen ölhaltigen Samen oder Früchten. Es gibt diverse Unterschiede und verschiedene Tipps, die Sie beim Kauf einer Ölpresse berücksichtigen sollten. Im Folgenden soll das Thema Ölpresse umfassend behandelt werden. Die Funktionsweise, die unterschiedlichen Arten von Ölpressen und der häusliche Gebrauch stehen im Vordergrund.

Ölpressen Empfehlungen

Wie funktioniert eine Ölpresse?

Eine Ölpresse ist oftmals obligatorischer Bestandteil einer Ölmühle. Teilweise werden die Begriffe auch synonym benutzt. Ölmühlen sind Einrichtungen, die eine Produktion und Herstellung von Pflanzenöl aus Saaten und Früchten ermöglichen. Mit einer Ölmühle können Sie infolgedessen autark und unabhängig selbst Pflanzenöl herstellen. Dabei gibt es verschiedene Pressverfahren, die angewandt werden. Eine grundsätzliche Einteilung kann in dezentrale und zentrale Ölmühlen sowie den Verfahren der Kaltpressung und Heißpressung stattfinden. Bei den dezentralen Ölmühlen findet eine Kaltpressung statt, während zentrale Ölmühlen mit Hilfe von einer Heißpressung Öl aus Pflanzensamen pressen.

Welche Arten von Ölpressen gibt es für Zuhause?

Zuhause kommen grundsätzlich dezentrale Ölpressen zum Einsatz, wobei hauptsächlich sogenannte Schneckenpressen eingesetzt werden. Dabei wird das gesamte Pressgut, zum Beispiel bestehend aus Kernen oder Früchten, in einen Zylinder geworfen und anschließend in einer sogenannten Schnecke ausgepresst. Das Öl und der Presskuchen gelangen anschließend in zwei unterschiedliche Behälter der Ölpresse. Grundsätzlich gibt es zwei relativ häufig vorkommende Bauweisen dieser Pressen. Die eine Art ist die Zylinderloch-Schneckenpresse. Dabei wird die Ölsaat gegen eine Seite des Zylinders gedrückt, an der sich kleine Löcher befinden. Das Öl tritt dann aus den kleinen Bohrungen aus, während die festen Bestandteile, auch Presskuchen genannt, durch Druck durch eine andere Mündungsöffnung hinausbefördert werden.

Bei der anderen Art der Ölpresse handelt es sich um die Seiherstab-Schneckenpresse, wobei der Zylinder eine Reihe verschiedener Stäbe beinhaltet. Zwischen diesen Stäben gibt es kleine Spalten durch welche das ausgepresste Öl austreten kann. Am Ende der Schnecke werden dann kleine Plättchen des Presskuchens ausgeworfen.

Unabhängig von der unterschiedlichen Bauweise gibt es weitere Arten von Ölpressen, deren Unterteilung für Sie bedeutsamer ist. Auf der einen Seite gibt es manuelle Ölpressen sowie elektrische Ölpressen, die es in unterschiedlichen Größen gibt, sodass Sie je nach Ihrem Platz und Ihrem Bedarf die geeignete Ölpresse für Ihr individuelles Zuhause bekommen können.

Manuelle Ölpresse

Manuelle Ölpressen werden ihrem Namen nach per Hand betrieben. Dazu befinden sich an der Seite der Ölpresse große Kurbeln. Da ein immenser Kraftaufwand notwendig ist, sollten Sie das Pressgut vor der Pressung zerkleinern. Denn desto kleiner die Samen, Kerne und Früchte sind, desto weniger Kraft wird benötigt. Mit zerkleinerten Pressgut können Sie hochwertiges Pflanzenöl herstellen.

Manuelle Ölpressen haben den Vorteil, dass eine autarke Herstellung von Pflanzenöl ganz ohne Abhängigkeit von der Stromversorgung möglich ist. Darüber hinaus sind manuelle Ölpressen wartungsfrei und haben einen geringeren Reparaturbedarf. Aus diesem Grund können Sie mit manuellen Ölpressen langfristig komfortabel arbeiten.

Beim langsamen Drehen und Pressen mit der Hand entstehen zudem keine hohen Temperaturen. Somit befinden sich auch nach der Pressung im Endprodukt, dem fertigen Planzenöl, noch Vitamine und ungesättigte Fettsäuren, die andernfalls aufgrund von hohen Temperaturen zerstört werden.

Elektrische Ölpresse

Elektrische Ölpressen erfordern weniger Arbeit und kommen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung bzw. Automatisierung immer häufiger vor. Dabei spricht für elektrische Ölpressen die deutlich höhere Leistungsfähigkeit. Da Sie lediglich per Knopfdruck die Pressung des Ölsaats vornehmen können, sparen Sie nicht nur Ihre Körperkraft sondern auch effektiv Zeit.

Einfache elektrische Ölpressen ermöglichen lediglich eine Pressung des Pflanzenöls. Je hochpreisiger und hochwertiger eine elektrische Ölpresse ist, desto mehr Funktionen bietet die Ölpresse. Bei qualitativ hochwertigen elektrischen Ölpressen können Sie aus verschiedenen Pressprogrammen das geeignete für das jeweilige Pressgut auswählen. Für die unterschiedlichen Samen und Nüsse gibt es infolgedessen stets das geeignete Programm.

Besonderer Beachtung bedarf die Temparatur der elektrischen Pressung, die teilweise auch modifiziert werden kann. Denn andernfalls werden hochwertige Inhaltsstoffe unwiderruflich zerstört. Sie benötigen lediglich eine Steckdose, um die elektrische Ölpresse zu betreiben. Ansonsten ist es möglich, die Ölpresse individuell und ortsunabhängig zu positionieren. Dies ist ein Vorteil gegenüber den manuellen Ölpressen, die stets auf einer glatten Fläche festgeschraubt werden müssen, da andernfalls bei großem Kraftaufwand die Ölmühle umfallen würde.

Lediglich Nüsse sollten Sie vor der Pressung schälen und zerkleinern. Das sonstige Pressgut wie Samen oder Kerne kann unbearbeitet in die elektrische Ölpresse gegeben werden, da kein so großer Kraftaufwand wie bei der manuellen Pressung notwendig ist.

Der Kauf einer Ölpresse

Falls Sie eine Ölpresse kaufen wollen, müssen Sie einige Tipps und Besonderheiten von Ölpressen berücksichtigen. Denn in Zeiten, in welchen Bio-Qualität eine immer größere Rolle spielt, werden Ölpressen immer populärer. Die schier unermessliche Auswahl an Ölpressen erfordert jedoch eine gründliche Sondierung und Auswahl, um das perfekte Produkt zu finden.

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Worauf müssen Sie beim Kauf der Ölpresse achten?

Grundsätzlich müssen beim Kauf einer Ölpresse zahlreiche Dinge beachtet werden. Allein die Materialwahl erfordert einige Überlegungen. Teilweise bestehen Ölpressen aus Edelstahl, während andere Ölpressen aus Plastik oder Stahlguss bestehen. Materialien wie Edelstahl oder Stahlguss besitzen eine hohe Stabilität und sind deutlich weniger anfällig als Ölpressen aus Plastik. Bei der Materialwahl ist es auch eine Frage des Geldes, aus welchem Material die Ölpresse bestehen soll. Denn Ölpressen aus Plastik sind deutlich günstiger und erschwinglicher als andere Ölpressen.

Manuel oder elektrisch

Darüber hinaus müssen Sie die grundsätzliche Wahl zwischen manuellen und elektrischen Ölpressen treffen. Wenn Sie Öl mit der eigenen Hand pressen wollen, ist eine manuelle Ölpresse das Richtige für Sie. Wenn Sie darauf keinen Wert legen, sondern lediglich eine eigene Herstellung von Öl Zuhause wünschen, bei der Sie genau wissen, welche Inhaltsstoffe sich im Pflanzenöl befinden, ist eine elektrische Ölpresse eventuell genau das Richtige für Sie.

Für welches Pressgut

Zudem sollten Sie sich vorab informieren, für welches Pressgut eine Ölpresse geeignet ist. Dies ist ebenso wie die Leistung der Ölpresse ein ausschlaggebender Faktor beim Ölpressen-Kauf. Die Leistungskraft von elektrischen Ölpressen liegt meistens zwischen 300 – 600 Watt.

Hersteller und Service

Des Weiteren können Sie darüber nachdenken, ob Sie einen Hersteller präferieren. Eventuell haben Sie bereits Produkte von Herstellern, von deren hoher Qualität Sie überzeugt und von dessen Service Sie begeistert sind. Dabei gibt es zahlreiche Hersteller, die unzählige verschiedene Ölpressen anbieten.

Wenn Sie sich für den Kauf einer elektrischen Ölpresse entscheiden, müssen Sie zudem darüber nachdenken, wieviel Geld Sie für eine Ölpresse für die eigenen vier Wände ausgeben wollen. Denn die Funktionen einer Ölpresse differieren je nach Preis der Ölpresse. Teilweise haben die Ölpressen verschiedene Ölpress-Programme, sodass eine individuelle Pressung je nach Pressgut erfolgt. Zudem gibt es Zusatzartikel wie Reinigungsbürsten und -sets, die bei manchen Ölpressen inklusive sind. Auch Trichter und Auffangbehälter für das Öl und die Rückstände sowie ein Sieb sind Bestandteil von einigen Ölpressen-Sets.

Des Weiteren sollten Sie bei elektrischen Ölpressen auf Sicherheitsvorkehrungen Wert legen. Automatische Stoppfunktionen sorgen dafür, dass ein Vergessen des Ausschaltens keinerlei nachteilige Folgen hat.

Lohnt sich der Kauf einer Ölpresse für Sie?

Ob sich der Kauf einer eigenen Ölpresse lohnt, kommt ganz auf Ihren individuellen Bedarf an Öl und Ihre Beweggründe an. Falls Sie eine Ölpresse wollen, um hochwertiges, biologisches Öl ohne etwaige Zusatzstoffe zu bekommen, ist der Kauf einer Ölpresse ratsam. Denn der Kauf von Bio-Öl ohne jegliche Zusatzstoffe ist kostenintensiv und rechnet sich auf Dauer nicht. Vielmehr werden Sie beim eigenständigen Pressen von Öl langfristig Kosten minimieren.

Allerdings darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Produktion von Pflanzenöl in den eigenen vier Wänden zeitaufwändig ist. Bei der häuslichen Pflanzenöl-Produktion haben Sie allerdings die Möglichkeit, Öl ganz individuell nach Ihrem eigenen Geschmack herzustellen. Zudem können Sie kleine Mengen an Öl zum Ausprobieren von neuen Pflanzenöl-Arten herstellen.

Wenn das Kochen und die Küche eine Ihrer Passionen ist, sollten Sie eine Ölpresse kaufen. Vor allem das Verfügen von ausreichend Zeit ist der entscheidende Faktor.

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Für welche Öle eignet sich eine Ölpresse im häuslichen Gebrauch?

Im häuslichen Gebrauch werden Sie wahrscheinlich auf den Einsatz von dezentralen Ölpressen setzen, wenn Ihr Ziel nicht die Produktion von sehr großen Mengen an Pflanzenöl ist. Vielmehr ist das Ziel häuslicher Produktion von Öl die hohe Qualität. Sie können fortan sicher sein, dass Ihr Öl nur aus qualitativ hochwertigen Inhaltsstoffen besteht.

Für die Produktion von Öl eignen sich dabei verschiedene Rohstoffe, die Sie je nach persönlicher Präferenz einsetzen können. Zunächst einmal werden grundsätzlich Samen oder auch die Früchte von Pflanzen verwendet. Grundbedingung ist logischerweise, dass die Samen und Früchte ölhaltig sind. Auf der ganzen Welt gibt es eine schier unermessliche Auswahl an Ölpflanzen. Hierzulande in heimischen Gefilden sind die meistverwendetesten Ölpflanzen Raps, Soja, oder die Sonnenblume. Aber auch Oliven oder Traubenkerne werden zum Pressen von Öl verwendet. Im Bereich der Nüsse eignen sich vor allem Walnüsse oder Haselnüsse zum Pressen von Öl. Nüsse sollten vor der Verwendung geschält werden, da in der Schale keine Öle enthalten sind. Im Bereich der Kerne sind es über den Kern der Sonnenblume hinaus zum Beispiel auch Hagebuttenkerne, die häufig Verwendung finden.

Nur die wenigsten Ölpressen für den Einsatz Zuhause beschränken sich auf die Pressung eines Öls. Grundsätzlich können Sie mit einer qualitativ hochwertigen Ölpresse Öl aus sämtlichen ölhaltigen Samen und Pflanzen herstellen, sodass Sie je nach Geschmack verschiedene Öle Zuhause haben.

Die dezentrale Ölmühle

Ölpressen wurden schon früh eingesetzt
Ölpressen wurden schon früh eingesetzt

Bei einer dezentralen Ölmühle kann deutlich weniger Ölsaat pro Tag verarbeitet werden. Zudem ist die Ausbeute geringer, da deutlich mehr Öl im Presskuchen verbleibt. Die Kaltpressung erfolgt in zwei Verfahrensschritten. Zunächst findet die Pressung statt. Anschließend wird das gepresste Produkt gefiltert. Die Ölsaaten müssen trocken gelagert werden. Gerade bei dezentralen Ölpressen ist die Trocknung und Reinigung der Ölsaaten von signifikanter Bedeutung. Wenn die Trocknung und Reinigung nicht den höchsten Ansprüchen genügt, wirkt sich das negativ auf die Pressung des Öls aus. Gerade bei Kaltpressungen ist die Ausbeute nicht so hoch, sodass Sie auf die Trocknung achten müssen.

Der erste Verarbeitungsschritt, nach der Lagerung und Trocknung, ist die Pressung. Die Ölsaaten bzw. Ölfrüchte werden gepresst. Dabei tritt das Pflanzenöl aus den Ölpressenöffnungen aus. Übrig bleibt der Presskuchen, die übrig gebliebenen Feststoffe der Ölsaaten. Die konventionellen Bauformen sind die Seiherstab-Schneckenpresse und die Zylinderloch-Schneckenpresse. Die Seiherstab-Schneckenpresse ist produktiver und wird vornehmlich bei großen Pressmengen verwendet.

Reinigen und Filtern

Die Reinigung ist der nächste Verfahrensschritt, denn bei der Pressung kann das Öl nicht ausreichend von den verschiedenen Feststoffen getrennt werden. So kommt es vor, dass sich immer noch Teile der Feststoffe im Öl befinden. Das gepresste Öl wird zunächst in einem Behälter zwischengelagert. Durch Rühren werden die einzelnen festen Elemente bewegt. Mit Hilfe von verschiedenen Filtern wie etwa Beutelfilter oder Kerzenfilter werden anschließend sämtliche Verunreinigen aus dem Endprodukt entfernt. Bei kleineren Mengen oder als zusätzliche Reinigung findet teilweise noch eine Sedimentation statt. In diesem Fall wird das Behältnis mit dem restlichen Öl über mehrere Wochen lang verstaut. Durch die Erdanziehungskraft sinken die schweren, festen Elemente zum Boden. Wenn dies erfolgt ist, können Sie das Öl langsam aus dem Behälter entnehmen. Am Boden des Behälters verbleiben sämtliche festen Elemente. Anschließend müssen Sie noch bei der Lagerung des Endprodukts einige Tipps berücksichtigen. Denn der Lagerort sollte kühl und dunkel sein.

Die zentrale Ölmühle

Zentrale Ölmühlen sind deutlich produktiver und können täglich bis zu 4000 Tonnen Ölsaat verarbeiten. Hierbei wird das Verfahren der Heißpressung angewendet. Gerade im industriellen Bereich findet ein Einsatz der zentralen Ölmühlen mit dem Verfahren der Heißpressung statt. Denn dezentrale Ölmühlen haben lediglich eine tägliche Kapazität von 0,5 bis 25 Tonnen Ölsaat pro Tag. Aus diesem Grund werden diese Ölmühlen lediglich im privaten und landwirtschaftlichen Gebrauch eingesetzt, während die Industrie vornehmlich auf zentrale Ölmühlen setzt. Trotz der großen Kapazität gibt es auch einen Nachteil. Denn die Hitze zerstört einige Stoffe des Öls, sodass einige Unternehmen auf dezentrale Ölmühlen setzen und mit kaltgepresstem Öl werben.

Vorgänge bei Heißpressung

Auch bei der Heißpressung ist die Pressung der elementare Bestandteil des Verfahrens. Darüber hinaus gibt es eine Zentrifugation. Dabei wird das technische Gerät der Zentrifuge für die Trennung von Stoffen eingesetzt. Durch die Beschleunigung werden die Bestandteile mit größerer Dichte an den Rand befördert und die Bestandteile des Öls mit niedriger Dichte verbleiben in der Mitte. Im Gegensatz zur Sedimentation erfolgt die Trennung deutlich schneller. Zumeist wird das gepresste Öl dabei erwärmt und dann mit ca. 20000 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert.

Eine häufige Trennungsmethode ist allerdings auch die Raffinierung des Öls. Dabei wird das Öl mit Hilfe von chemischen Lösungsmitteln von den festen Bestandteilen getrennt. Das Problem ist, dass die chemischen Lösungsmittel im Öl verbleiben. Anschließend wird das Öl auf hohe Temperaturen erhitzt, wodurch die verschiedenen Lösungsmittel entfernt werden. Der Nachteil ist, dass sowohl Geschmacks- und Geruchsstoffe als auch Vitamine und ungesättigte Fettsäuren zerstört werden. Die hohe Verarbeitungsmenge zollt diesbezüglich ihren Tribut.

Lebensmittel für die Ölpresse / Ölmühle

Ganz klassisch werden in der Ölpresse meist Nüsse, Körner und Samen verarbeitet. Jedoch können eigentlich fast alle härteren Pflanzenteile genau so gut gepresst werden. Auch wenn manche Pressen explizit zum Beispiel als Olivenölpresse oder Nusspresse beworben werden, können diese meist auch andere Rohstoffe verarbeiten.

Hier eine kleine Liste an typischen Rohstoffen aus denen sich das kostbare Öl gewinnen lässt:

  • Oliven, immer mit Kern
  • Kürbiskerne (allgemein viele andere Kerne wie Hagebutte, Traube oder Sonnenblume)
  • Walnüsse, aber auch andere Nusssorten wie Haselnüsse, Erdnüsse oder  Macadamianüsse
  • Raps
  • Pistazien
  • Sesam
  • Hanf
  • Mohn
  • Leinsamen
  • Senfkörner
  • Schwarzkümmel

Faq – Oft gestellte Fragen

Wenn ich Öl in meiner Ölpresse herstelle ist dieses dann kaltgepresst?

Die kurze Antwort ist ja. Denn selbst die elektrischen Ölpressen erhitzen das Öl / Pressgut kaum. Somit bleiben die Inhaltsstoffe unverändert und werden nicht durch eine hohe Temperatur zerstört oder verändert.